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Re: Manfreds 1302D / Umbau zum Bohrgerät
Verfasst: Mi 18. Mär 2026, 14:44
von ArtuS
Eine sehr gute Idee einen alten Bagger für solch ein Bohrgerät zu verwenden. Die Firma die bei uns vor 10 Jahren die Erdwärmebohrung gemacht hatte kam auch mit irgendeiner Eigenbaubohrmaschine. Laut seiner damaligen Aussage war das wohl mal ein japanischer Mähdrescher.
Gruß Artur
Re: Manfreds 1302D / Umbau zum Bohrgerät
Verfasst: Do 19. Mär 2026, 19:07
von Manfred-Pa
Hallo Wolfgang
63PS lt Bedienungsanleitung...
Mir erscheint das auch knapp mit den 20%
In Gedanken bin ich schon bei einer getriebestufe zwischen hydraulik motor und getriebe Eingang.
Bei der Gelegenheit könnte ich eine Art Lastbremsventil mit zuschaltbarem bypass am hydraulik motor anbringen, sodass ich ggf mit Kraft bergab fahren müsste. Das macht das Öl heiß, ist aber nur für seltene Fälle.
Haben wir hier hydraulik Spezialisten?
Vg Manfred
Re: Manfreds 1302D / Umbau zum Bohrgerät
Verfasst: Mi 27. Mai 2026, 19:48
von Manfred-Pa
Hallo zusammen
Ich kann mich mit der vorhandenen Betriebsbremse nicht wirklich anfreunden. Wenn ich daran denke in den Bergen 20% Steigung (rauf und wieder runter) über mehrere Kilometer zu befahren mit seitlich gerade mal 1/2m Platz, wo es daneben senkrecht runter geht... wirds mir schlecht...
Ich will am Combinalzylinder dessen Druckluftteil mit einem echten federspeicher bremszylinder ersetzen.
Weiß jemand, welche hydraulischen Drücke bei einer Vollbremsung erreicht werden? Kann man eigentlich auch ausrechnen. Kennt jemand die Durchmesser vom Hauptbremszylinder und dessen Druckluft Kolben?
Vg Manfred
Zum Durchmesser des HBZ hab ich hier was gefunden
31,5 bzw 38mm
Muß wohl schauen, was bei meinem verbaut ist
Re: Manfreds 1302D / Umbau zum Bohrgerät
Verfasst: Do 28. Mai 2026, 16:37
von Demian
Hallo Manfred,
ich denke nicht, das sich die Bremsprobleme durch erhöhen vom Bremsdruck lösen lassen wird und schon gar nicht durch den Einsatz eines Federspeichers, da dieser ja mit dem vorhandenem Luftdruck gespannt werden muss, dessen Kraft höher als die Federkraft sein muss.
Radbremszylinder und Beläge wären erst zu prüfen. (Einstellung und Beschaffenheit)
Gruß Demian
Re: Manfreds 1302D / Umbau zum Bohrgerät
Verfasst: Do 28. Mai 2026, 18:55
von holzkopf
Moin,
der Durchmesser vom Kobinalzylinderkolben ist 140 mm.
Ich habe erst bei meinem 1302 die Bremse der Starrachse neu gemacht. Die allein hält den Bagger sicher.
Bei Dauerbremsungen bzw.vielen Bremspedalbewegungen in kurzer Zeit, hätte ich Angst das mein Luftvorrat vom Drucklufttank nicht ausreicht und die Bremse von daher schlapp macht.
Re: Manfreds 1302D / Umbau zum Bohrgerät
Verfasst: Sa 30. Mai 2026, 14:10
von Manfred-Pa
Hallo
Besten Dank für die Info.
Ich hatte 146mm außen gemessen und 140mm geschätzt.
Der hydraulische Teil mißt außen 50mm, so dass der Kolben 38mm haben kann.
Ich muß ein paar km mit fast durchgehend 20% Steigung rauf und wieder runter. Das dürfte jeweils etwa 1 Std dauern.
Demian:
Es geht weniger um eine Erhöhung der Bremsleistung als um die Möglichkeit einer Notbremsung. Die Feststellbremse dürfte mir den Bagger bei 20% nicht halten können. Wenn bei diesem Manöver (rauf und wieder runter) die bremsluft zu Ende geht oder gar ein Defekt... Wars das
Re: Manfreds 1302D / Umbau zum Bohrgerät
Verfasst: Sa 30. Mai 2026, 22:12
von Demian
Hallo Manfred,
Manfred-Pa hat geschrieben: ↑Sa 30. Mai 2026, 14:10
Es geht weniger um eine Erhöhung der Bremsleistung als um die Möglichkeit einer Notbremsung.
Mit diesem Problem hatten auch die LKW Fahrer zu kämpfen, wobei die noch den Vorteil hatten, das am LKW eine feste Verbindung im Antriebsstrang bestand, so das der Motor auch zum bremsen genutzt werden konnte.
Am Bagger gibt es diese Verbindung nicht, so das Du wohl die gesamte Gefällstrecke mit bremsen musst.
Hierbei ist weniger der Luftvorrat das Problem, sondern eher die Überhitzung der Bremse und dann hilft ein Federspeicher auch nicht mehr.
Solltest Du das Schild wieder montieren, könntest Du auch damit den Bagger im Notfall zum stehen bringen.
Gruß Demian
Re: Manfreds 1302D / Umbau zum Bohrgerät
Verfasst: So 31. Mai 2026, 08:03
von Manfred-Pa
Hallo Demian
Schild ist bereits in Arbeit
Das Problem mit der Überhitzung der Bremsen sehe ich genauso.
Die mangelnde Bremsunterstützung liegt prinzipbedingt an dem Kavitationsschutzventil, sowie im Schiebebetrieb an Kavitation. Eigentlich fehlt hier etwas, so eine Art zuschaltbares Mindestdruckventil. Dann könnte man mit 100% Motorbremse bergab fahren. Als Senkbremsventil gibt es das für Zylinder die größere Lasten ablassen müssen.
Ich muß eh noch ein Vorgelege zwischen Hydraulikmotor und Getriebe einbauen. Das wird der richtige Zeitpunkt für so ein Ventil
Vg Manfred
Re: Manfreds 1302D / Umbau zum Bohrgerät
Verfasst: So 31. Mai 2026, 08:12
von woelf59
Hallo,
war diese Woche mal wieder auf Waldwegen unterwegs. Um die 10 % Steigung. Der Bagger hat dabei auch bei Gefälle die Geschwindigkeit gehalten. (Motor bei 3/4 Nenndrehzahl) Es war nicht notwendig mit der Fußbremse einzugreifen. Zu der Feststellbremse habe ich nach der Instandsetzung und optimaler Einstellung auch wieder volles Vertrauen. Da die Trommel an der schnelllaufenden Gelenkwelle sitzt hat sie eine nicht zu unterschätzende Bremsleistung. Bei geschlossener Bremse reicht die Antriebsleistung des Fahrmotors nicht aus den Bagger zu bewegen.
Gruß Wolfgang
Re: Manfreds 1302D / Umbau zum Bohrgerät
Verfasst: Mo 1. Jun 2026, 08:58
von Manfred-Pa
Hallo Wolfgang
Besten Dank für deine Erfahrungen!
Mir ist immer noch mulmig bei dem Gedanken nur eine Feststellbremse zu haben.
Wenn mir an der Steigung der Motor ausgeht, nützt der Schild nichts. Vielleicht reicht die originale Feststellbremse. Wenn nicht, kann ich nicht einmal aussteigen um Keile unterzulegen. Zwar läßt sich das Bremspedal arretieren - jede Fehlfunktion hätte dennoch katastrophale Auswirkungen
Bei einer anderen Baustelle habe ich rund 300m mit 40%... muss wohl nicht weiterreden.
Vg Manfred